Energieerzeugung

Biogasanlage

In unserer Biogasanlage produzieren wir Strom durch die Vergärung von Klee-Luzerne-Grassilage, Grünroggensilage, Rindermist und geringen Mengen Mais. Jeden Tag werden über 25 Tonnen Material (das entspricht einer LKW-Ladung) in die Fermenter eingefüllt und vergärt.

Mit dem dadurch entstehenden Gas werden zwei Jembacher Gasmotoren-BHKW und zwei Schnell Blockheizkraftwerke (BHKW) betrieben. Mithilfe eines Generators wird dann der Strom erzeugt.

Wir produzieren nicht rund um die Uhr mit allen BHKW Strom, sondern flexibel zu dem Zeitpunkt, wo der Strom und vor allem die entstehende Abwärme benötigt werden.

Mit unserer 1628 kW-Anlage produzieren wir ca. 4,4 Mio. kWh Strom pro Jahr. Das entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von ca. 1104 vierköpfigen Familienhaushalten. (Jahresverbrauch von ca. 4500 Pers.)

Die Abwärme, die bei der Stromproduktion durch die Motoren entsteht, wird seit 2009 in das städtische Nahwärmenetz eingespeist. Wir liefern die Grundlastwärme für die angeschlossenen öffentlichen Gebäude und Privathaushalte. Die eingespeiste Wärme entspricht etwa 300.000 Liter Heizöl pro Jahr.

Seit 2006 haben wir eine PV-Anlage auf dem Stall installiert. Auf der neuen Maschinenhalle wurde 2017 eine weitere Anlage angebracht, um einen Teil des Eigenstrombedarfes zu decken.

Tank oder Teller?

Biogasanlagen stehen oft im Verruf, Flächen für die Energiegewinnung zu "missbrauchen", auf denen man eigentlich Nahrungsmittel produzieren könnte. Dabei kann man – wenn man die Flächen nachhaltig ökologisch nutzen will- nicht jedes Jahr Getreide anbauen. Im ökologischen Landbau brauchen Böden vielfältige und abwechslungsreiche Kulturen. Deshalb ist es wichtig, eine sinnvolle Fruchtfolge einzuhalten.

 

Den ersten Heuschnitt unserer teilweisen Naturschutzflächen verfüttern wir fast ausschließlich an unsere Mutterkühe. Der zweite bzw. dritte Schnitt, welche als Futter weniger geeignet sind, werden für die Biogasproduktion siliert.

Das Luzerne-Klee-Gras, welches in der Anlage vergärt wird, wird ebenfalls nicht speziell für die Gaserzeugung angebaut. Es speichert sehr viel Stickstoff im Boden, ein wichtiger Nährstoff für die Pflanzen. Eine ideale Vorfrucht für Getreide.

Durch eine vielfältige und abwechslungsreiche Fruchtfolge in Kombination mit organischem Dünger (Gärrest der Biogasanlage) ist es möglich, gute Erträge zu erzielen. Auch ohne den Einsatz von Pestiziden und chemisch-synthetischem Dünger, dessen Herstellung sehr energieintensiv ist. Dieser muss aus fossilen Brennstoffen gewonnen werden.

Energiepflanzen sind im ökologischen Landbau also keine Konkurrenz, sondern eine positive Ergänzung für die Nahrungsmittelproduktion.

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